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Zeitlupe und Zeitraffer

Der Begriff Zeitlupe/Zeitraffer kommt aus Zeiten, in denen analoge Filmkameras noch manuell betrieben wurden. Der Bediener mußte eine Handkurbel betätigen, um den Film in der Kamera zu bewegen; je schneller die Kurbel gedreht wurde, desto mehr Bilder pro Sekunde wurden von der Kamera aufgenommen und umgekehrt. Durch manuelles Verändern der Filmgeschwindigkeit während der Aufnahme konnte ein Zeitlupen- oder Zeitraffer-Effekt erreicht werden, wenn diese Aufnahme später mit der festgelegten typischen Filmrate von 24 Bildern pro Sekunde gezeigt wurden (fps). Hier wird beschrieben, wie Sie diesen Effekt mit dem GY-HM700 Camcorder erzielen können.

Das digitale Äquivalent, immer noch Zeitlupe und Zeitraffer genannt, nutzt eine andere Technologie, um den gleichen Effekt zu erhalten, indem es die pro Sekunde aufgenommene Anzahl an Bildern verändert. In einer elektronischen Kamera dreht sich nichts, was beschleunigt oder verlangsamt werden könnte, statt dessen muß die Anzahl der Bilder, die der Kamerasensor pro Sekunde aufnimmt, geändert werden. Dies erreicht man durch ein Verändern des Taktgebers des Kamerasensors, damit er von den Standard 24 oder 25 fps abweicht.D

In der GY-HM700 gibt es diese Eigenschaft nur bei 720p, mit Bildraten von 24 oder 25 fps. Die Dateien, die aufgenommen werden, werden digital gekennzeichnet als 24p oder 25p Dateien, aber tatsächlich werden sie mit einer anderen Geschwindigkeit aufgenommen. Die schnellste verfügbare Geschwindigkeit bei der GY-HM700 im 24p Modus ist 60 fps, die langsamste 10 fps. Obwohl mit diesen nicht-standard Geschwindigkeiten aufgenommen, werden alle aufgenommenen Dateien mit einer Bildrate von 24p gekennzeichnet, daher wird jedes Schnittsystem sie genau mit dieser Rate abspielen und der erwünschte Effekt der Zeitlupe oder des Zeitraffers wird erreicht.

Während Zeitraffereffekte erreicht werden können durch Löschen von Bildern einer vorhandenen Aufnahme, können echte Zeitlupen-Effekte nur erstellt werden durch Aufnahme einer größeren Bilderzahl und deren Wiedergabe bei einer geringeren Geschwindigkeit. Anders als NLEs, die eine Standard-Videoaufnahme durch sich wiederholende Bilder verlangsamen, weist echte Zeitlupe mit Over-cranking weniger Bewegungsruckeln und höhere Bildschärfe auf, da sie auf einer bedeutend höheren Anzahl von tatsächlichen Bildern beruht.D

Bei der GY-HM700 (nur in 720p) erreichen Sie dies wie folgt:

  • Stellen Sie die Kamera auf Bildraten und Auflösung von 720p/24 oder 720p/25.
  • Ändern Sie dann im Aufnahmemodus Menü die Aufnahme von ‚normal’ auf ‚variables Bild’ und stellen Sie die gewünschte Bildrate ein.





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